|
Die Injektion von Botulinumtoxin in die Muskulatur der Stirn,
Nasenwurzel oder der seitlichen Schläfen führt zu einer Glättung
ästhetisch störender mimischer Falten. Die mimische Faltenbildung
ist genetisch bedingt und wird durch eine überaktive Muskulatur
verursacht, die unterhalb der so genannten „Fältchenhaut“ liegt. Bei
der Injektion von Botulinumtoxin handelt es sich um eine seit
Jahren erprobte und nebenwirkungsarme Methode, die wir Ihnen als
medizinische Wunschleistung anbieten.
Wie wirkt Botulinumtoxin gegen Falten?
Botulinumtoxin ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß. Wird
es in den Muskel gespritzt, blockiert es dort gezielt die
Nervenimpulse, so dass der entsprechende Muskel nicht mehr wie
gewohnt angespannt werden kann. Andere Nervenfunktionen, wie
das Fühlen oder Tasten durch die Haut, werden dadurch nicht
beeinflusst.
Die Anwendung von Botulinumtoxin bei mimisch bedingten Falten dient
ausschließlich der kosmetischen Korrektur dieser Falten. Durch die
gezielte Hemmung bestimmter Gesichtsmuskeln, hauptsächlich im
Stirnbereich (Querfalten), zwischen den Augenbrauen (Zornesfalten)
und seitlich der Augen (tiefe Krähenfüße) kann dort ein Verstreichen
der Faltenbildung erzielt werden.
Die Wirkung tritt innerhalb von drei bis fünf Tagen ein und hält in
der Regel etwa drei bis sechs Monate an, so dass für einen
nachhaltigen Effekt in der Regel Wiederholungsbehandlungen
erforderlich sind.
Entscheidend ist, dass die Muskulatur nicht dauerhaft gelähmt wird,
sondern für eine begrenzte Zeit ihre Aktivität gemildert wird.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie bei jeder anderen Einspritzung in die Haut kann es in seltenen
Fällen auch zu einer Hautreizung oder Hautinfektion, einer leichten
Schwellung oder einem kleinen Bluterguss kommen.
Bei ungleichmäßiger Wirkung kann vorübergehend ein unebenmäßiger
(asymmetrischer) Gesichtsausdruck entstehen, so dass eine Korrektur,
d.h. ein Nachspritzen des Medikaments innerhalb der nächsten Tage
erforderlich sein könnte.
Bei ausgeprägter Wirkung im Augenbrauenbereich kann es zu einer
vorübergehenden Absenkung des Oberlides kommen. Sämtliche
Nebenwirkungen sind nach heutigem Wissensstand vorübergehend.
Wer ist für eine Behandlung mit Botulinumtoxin nicht geeignet?
Botulinumtoxin darf nicht bei Personen gespritzt werden, bei denen
ein Nerven- oder Muskelleiden (z.B. Myasthenia gravis) bekannt ist
oder eine Schwan-gerschaft vorliegt.
Was ist nach einer Behandlung mit Botulinumtoxin zu beachten?
Die Wirkung der Behandlung tritt erst drei bis fünf Tage nach der
Injektion ein und hält für drei bis sechs Monate an. In wenigen
Fällen (4 bis 6 %) kann die Wirkung ganz ausbleiben.
Sie haben noch weitere Fragen?
Das Praxisteam beantwortet sie gern und nennt Ihnen auch die Kosten
der Behandlung.
|